Unter der Bezeichnung „Gaffel“ wird eine Spiere verstanden, die gemeinsam mit dem zugehörigen (Schrat-)Segel aufgeheißt wird. Die Gaffel besitzt hierzu eine gabelförmige Klaue, welche beim Segelsetzen am Mast entlang gleitet, und der Spiere wohl auch ihren Namen verlieh. Zum Aufheißen ist die Gaffel mit einem Piek- und einem Klaufall versehen. Das Piekfall holt dabei die Gaffel und das Klaufall holt gezielt den Bereich der Klaue. In Kombination kann so das Segel optimal gesetzt werden.

Die Gaffelgeeren führen vom Deck an die Enden der Gaffeln und halten diese ähnlich der Schot des Baums in Position. Es gibt sie auf jeder Seite, so dass sie, wenn der Baum zu einer Seite ausgebaumt ist, zur Vermeidung von Schamfielen, abgeschlagen und gesichert werden.

Mehr dazu auf Seite 59 "Rumpf und Rigg".

Neben dem geschlagenen Tauwerk, wo einzelne Kardeele mit einander verdrillt werden, gibt es auch geflochtenes Tauwerk.

Gei, Mehrzahl Geie. Diese stützen den Klüverbaum seitlich ab.

Mehr dazu auf Seite 20 "Rumpf und Rigg".

Das Gei gehört zum stehenden Gut und spannt den Klüverbaum seitlich ab. Daher kommen sie paarweise, also je einer an Steuerbord und einer an Backbord, vor. Um die von den Stagen auftreten Kräften besser aufnehmen zu können, greifen Sie an den gleichen Stellen am Klüverbaum an. Aus diesem Grunde sind sie auch ähnlich benenannt. Es gibt also beispielsweise Innenklüver- und AUßenklüvergeie.

Mehr zum Thema Gei(e) auf Seite 20 im Buch "Rumpf und Rigg".

Das Geitau (Pl. Geitaue) ist am Schothorn angeschlagen. Daher gibt es pro Rah-Segel zwei Geitaue. Sie dienen dem aufgeien der Segel, mit ihnen kann man also die gesetzten Segel wieder an die Rahen holen. Sie sind die Gegenstücke zu den Schoten.

Der Generalarm hat die Signalfolge sieben mal kurz und einmal lang ( ŸŸŸŸŸŸŸ*  *  *  *  *  *  *  — ). Wenn er ertönt, hat man sich sofort mit einer Rettungsweste und Überlebensanzüge ausgerüstet, wachweise am Sammelplatz an Deck einzufinden. Soweit es die Situation zulässt, nimmt man vorsorglich so viel warme Kleidung mit, wie man zu fassen bekommt, Das gleiche gilt für Getränkeflaschen oder Teekannen.

Unter geschlagenem Tauwerk versteht man ein Seil, das aus miteinander verdrillten Strängen, den Kardeelen, besteht. Die Kardeelen ihrerseits bestehen aus miteinander verdrehten Garnen. Dabei werden die Garne unter Spannung zu Kardeelen und die Kardeelen unter Spannung zu Taue verdrillt. Zu beachten ist, dass die Garne, Kardeele und die Taue jeweils mit entgegen gesetztem Drehsinn verdrillt werden. Ein rechtsherum gedrehtes – man sagt auch rechts geschlagenes Tau – besteht also aus linksherum verdrillten Kardeelen. Gebräuchlich sind Taue, welche aus drei Kardeelen bestehen.

Mehr dazu auf Seite 29 "Rumpf und Rigg".