#seemannssprache

Insbesondere auf See treten im wesentlichen zwei Gewitterarten auf: Das Front- und das Luftmassengewitter. Aber anders als landläufig angenommen, besteht für ein Segelfahrzeug bei einem Gewitter die größte Gefahr nicht im Blitzschlag, sondern in den bei Gewittern auftretenden orkanartigen Böen aus wechselnden Richtungen.

Als Gierigkeit bezeichnet man das Bestreben eines Segelschiffs, bei mittschiffs Ruderlage selbständig nach einer Seite zu drehen. Dreht sich das Schiff nach Lee, bezeichnet man das als Leegierigkeit, dreht es sich nach Luv nennt man das entsprechend luvgierig.

Gleitschienenrack ist eine variante eines am Mast beweglichen Racks. Dazu sind auf der Vorderkante des Masts Schienen montiert, auf denen ein Schlitten auf und ab bewegt werden kann. An dem Schlitten ist die Rah in einem Lümmellager drehbar montiert.

Der Gording (Pl. Gordinge) wird dazu benutzt die Segel einzuholen. Die Gordinge dienen dazu, beim Bergen des Segels das Unterliek gleichmäßig an die Rah zu holen. Dadurch wird verhindert, dass das Segel Taschen bildet, die durch den Wind aufgebläht würden.

Der Gordingstek ist ein sich selbst zuziehender Knoten und eignet sich, eine Leine dauerhaft an einem Ring, ei-nem Schäkel oder einer Spiere zu befestigen. Wie der Name schon andeutet, wird er in der Regel zum Anbinden der Gordinge am Unterliek eines Segels verwendet.

Mehr dazu auf Seite 31 "Rumpf und Rigg".

Die Grundsee ist ein Effekt, der in Küstennähe auftritt. Dort, wo lange Wellen aus tiefen Gewässern in Bereiche mit geringer Wassertiefe einlaufen, kommt es zu einer Beeinflussung der Welle durch den Grund. Dabei wird die Welle in Bodennähe abgebremst und läuft oberhalb der Wasseroberfläche ungebremst weiter. Dadurch steilen die Wellen auf, sie werden instabil und neigen leicht zum Brechen.

Mehr dazu auf Seite 190 "Rumpf und Rigg".